Burgfest Burghausen 2016: Heiß wars

Das Burgfest 2016 auf der Burg zu Burghausen ist beendet, eine der größten Veranstaltungen des Jahres im gesamten Landkreis Altötting. Das Rote Kreuz war natürlich mit einem Großaufgebot vor Ort, um bei kleinen und großen medizinischen Problemen sofort helfen zu können. Auch Freiwillige der BRK Bereitschaft Burghausen arbeiteten an allen drei Tagen im San-Zelt oder auf zahlreichen Streifen mit, die Einsatzleitung und UG-SanEL aus Altötting koordinierten die Helfer vom Ersthelfer bis zum Rettungsassistenten, die aus dem gesamten Kreisverband zusammengekommen waren.

Der Wettergott meinte es dabei beinahe schon zu gut mit der Herzogsstadt, bei strahlender Sonne war es schon ordentlich heiß. Entsprechend fällt auch die Bilanz von Bereitschaftsleiter Jürgen Eder aus, der scherzt: „Heiß wars, sonst nix.“ Bei solchem Wetter kann man natürlich einmal Kreislaufprobleme bekommen. Insgesamt mussten 49 Patienten von den Helfern des BRK versorgt werden, in sechs Fällen war ein Abtransport ins Krankenhaus notwendig.

Hier einige Impressionen unserer Helfer vom Burgfest:

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Maiwiesnbilanz: 2016 eher ruhig

Die Maiwiesn 2016 in Burghausen ist beendet. Dabei war die BRK Bereitschaft Burghausen wie üblich permanent vor Ort und sicherte die Veranstaltung ab. Bereitschaftsleiter Jürgen Eder zieht Bilanz: „Insgesamt war es dieses Jahr für uns eher ruhig.“ Das bedeutet: Die ehrenamtlichen Helfer vom Roten Kreuz mussten circa 90 Patienten versorgen. In 14 Fällen wurde es dabei nötig, die Betroffenen vom Rettungsdienst abtransportieren zu lassen, das entspricht einer Quote von weniger als 20% und sorgte somit für eine deutliche Entlastung des öffentlichen Rettungsdienstes während der Maiwiesn.

Hier noch einige Bilder von der Maiwiesn-Wache:

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Übung mit der Feuerwehr Burghausen

Am Samstag, 30. April, wurde in Burghausen das neue AVP-Autohaus eröffnet. Aus diesem Anlass stellte AVP der FFW Burghausen zwei Fahrzeuge für eine realistische Übung in technischer Hilfeleistung zur Verfügung. Die BRK Bereitschaft Burghausen unterstützte die Feuerwehr dabei mir einem Fahrzeug und drei Helfern.

Das angenommene Szenario: Zwei Fahrzeuge sind kollidiert, insgesamt drei Insassen sind eingeklemmt. Die Feuerwehr musste nun dieser drei Patienten befreien, während sie die Rotkreuzler der Lage entsprechend erstversorgten. Die Übung war als Schauübung angelegt, den zahlreichen Zusehern wurde von Feuerwehrkommandant Franz-Xaver Haringer jeder Schritt genau erklärt. Die Zusammenarbeit zwischen BRK und Feuerwehr verlief hervorragend. Derartige Übungen sind wichtig, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und die Kommunikation zwischen Feuerwehr und BRK einwandfrei funktioniert.

Wir danken der FFW Burghausen für die Gelegenheit, an dieser Übung teilzunehmen und der AVP-Gruppe für die Unterstützung!

Hier einige Impressionen vom Samstag (Fotograf: Markus Szehr, FFW Burghausen):

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Zum Tod von Jürgen Richter

Der plötzliche Tod von Jürgen Richter im Alter von 69 Jahren ist für die BRK Bereitschaft Burghausen ein herber Verlust.

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Seit 47 Jahren hatte er sich ehrenamtlich im Roten Kreuz engagiert, erst als aktiver Sanitäter, später auch als Kolonnenführer der Sanitätskolonne, als Ausbilder bei zahllosen Erste-Hilfe-Kursen, als Helfer bei den Blutspendeterminen und schließlich als Leiter der Breitenausbildung in Burghausen. Wann immer etwas am BRK-Heim zu tun war, Richter war mit Rat und Tat zur Stelle. Durch seine hervorragenden Kontakte zu Unternehmen in der Region konnte er darüber hinaus Spenden für viele Projekte der Bereitschaft gewinnen, zum Beispiel zur Anschaffung des neuen Rettungswagens, für die Renovierung der Schulungsräume oder die Ausstattung der neuen Rettungswache. Auch bei der Vorbereitung der Hundertjahrfeier leistete er unzählige ehrenamtliche Arbeitsstunden. Bei Problemen aller Art stand Richter jüngeren Mitgliedern immer mit einem offenen Ohr und gutem Rat zur Seite.

Wie viele kleine und große Wehwehchen Richter in seiner Zeit beim BRK behandelt hat, wie viele Menschen er in Erster Hilfe unterwiesen hat und wie viele Leben er im Dienst retten konnte, lässt sich nach beinahe einem halben Jahrhundert nicht mehr in Zahlen bemessen. Mit Richter verliert das BRK im Landkreis Altötting eine Institution, dieser Verlust ist nicht zu ersetzen. Auch in die Burghauser Rotkreuz-Familie reißt er eine tiefe Lücke.

Unser aufrichtiges Beileid gilt Jürgen Richters Angehörigen. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren!

Die Mai-Wies’n geht los!

Endlich ist es so weit, heute startet mit dem Mai-Wies’n-Auszug in wenigen Stunden die Burghauser Volksfestsaison. Natürlich ist auch die BRK Bereitschaft Burghausen vor Ort. Neben der Zugbegleitung beim Festzug sind während der gesamten Wies’n-Zeit ehrenamtliche Helfer mit Qualifikation von Sanitäter bis Lehrrettungsassistent im Sanitätszelt neben der Messehalle vor Ort. Bei kleinen oder großen Wehwechen oder plötzlichen Erkrankungen einfach eine Streife ansprechen oder der Beschilderung zum Sanitätszelt folgen, auch die Security-Mitarbeiter und Schausteller kennen den Standort.

Damit man kompetent Erste Hilfe leisten kann, sind einige Vorarbeiten nötig. Bei ungewöhnlich kühlem Wetter – teilweise fiel sogar noch Schnee! – bauten die Freiwilligen vom BRK Burghausen diese Woche zwei Zelte auf und verlegten Zeltboden, damit auch bei anhaltendem Regen noch ohne viel Matsch gearbeitet werden kann.

Zur Einstimmung hier noch einige Fotos vom Aufbau:

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Vielbeschäftigt im April

Mit viel „Action“ geht die Hochsaison an Sanitätsdiensten für die Bereitschaft Burghausen bereits im April los. So waren die ehrenamtlichen BRKler bereits beim Fußballspiel des SV Wacker gegen den Jahn Regensburg gefordert. Das Spiel war von der Polizei als Risikospiel eingestuft worden, so dass als Vorsichtsmaßnahme 24 Helfer des Roten Kreuzes vor Ort waren. Zum Glück aber kam es zu keinen größeren Zwischenfällen.

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Nahezu zeitgleich wurde die Burghauser SEG zu einer Vermisstensuche im Marktler Wald angefordert, eine an Demenz erkrankte Frau irrte dort hilflos umher. Nach einer Nacht konnte sie gefunden werden.

Diese Woche geht es für die Bereitschaft Schlag auf Schlag weiter: Die Burghauser Mai Wies’n steht an. Dort wird das BRK permanent vor Ort sein, um bei kleineren und größeren Wehwehchen sofort Erste Hilfe leisten zu können. Außerdem gibt es wieder den bewährten Losverkauf am Glückshafen, wo die Einnahmen der Arbeit des Roten Kreuzes zu Gute kommen.

Jahreshauptversammlung der Bereitschaft

Die BRK Bereitschaft Burghausen hielt am Freitag, 1.4.2016, ihre Jahreshauptversammlung ab. Dabei gab es einige positive Nachrichten zu berichten.

Nach einer kurzen Begrüßung der Mitglieder und Ehrengäste im vollbesetzten BRK-Heim ließ Bereitschaftsleiter Jürgen Eder das Jahr 2015 Revue passieren. Einige Großereignisse, wie der Einzug in die neue Rettungswache und die Anschaffung eines neuen Krankentransportwagens, stachen heraus. Insgesamt leisteten die freiwilligen Helfer 151 Sanitätsdienste und dabei mehr als 3 000 Stunden, natürlich alles ehrenamtlich. Große Batzen waren dabei wie üblich Fußball, weitere Sportveranstaltungen, die Mai Wies’n und Konzerte, wie zum Beispiel die Jazzwoche, doch zusätzlich gab es auch noch das Landesturnfest, bei dem auch die meisten Patienten zu versorgen waren.

Neben den Sanitätsdiensten engagierten sich die Rotkreuzler 2015 in der Schnelleinsatzgruppe, die elf Mal ausrückte, halfen im Rettungsdienst mit, bildeten sich fort, arbeiteten an der Breitenausbildung, zum Beispiel mit Erste-Hilfe-Kursen, mit, unterstützten den Blutspendedienst und betrieben Materialpflege und Öffentlichkeitsarbeit. So kommt die BRK Bereitschaft Burghausen für 2015 auf insgesamt 25 695 ehrenamtlich geleistete Stunden.

Einen erfreulichen Trend gibt es bei den Mitgliederzahlen, ohne die die Arbeit der Bereitschaft nicht möglich wäre: 14 Neumitglieder stehen drei Austritten gegenüber, so dass die Gemeinschaft nun eine Rekordzahl von 81 Mitgliedern zählt. Der Ausbildungsstand reicht dabei vom Ersthelfer bis zum Notarzt. Dieser Aufwärtstrend ist angesichts der Herausforderungen, die die Bereitschaft 2016 erwarten, wirklich wichtig, so Eder. Neben den jährlich wiederkehrenden Diensten steht die BR-Radltour als Großereignis auf dem Plan und die Sanitäreinrichtungen im BRK-Heim müssen renoviert werden.  Außerdem hofft Eder, 2016 endlich einen dringend benötigten Mannschaftstransportwagen anschaffen zu können.

Anschließen sprachen die Ehrengäste zweite Bürgermeisterin Christa Seeman, Kreisdirektor Josef Jung, stellv. Kreisbereitschaftsleiter Gerhard Tanfeld, Franz-Xaver Haringer von der FFW Burghausen und Markus Zirnich von der Wasserwacht ihre Grußworte.

Einige Mitglieder wurden im Rahmen der Jahreshauptversammlung für besonders herausragende Dienste geehrt. Ein kleines Präsent für die meisten geleisteten Dienststunden erhielten Arild Döbeling, Katharina Jetzelsberger und Elisabeth Müller. Weitere Mitglieder bekamen Urkunden für Mitglieds-Jubiläen: Christian Mauer für 25 Jahre, Susanne Döbeling für 10 Jahre, Sandra Eder, Stefan Königsbauer und Daniel Kürmaier für 5 Jahre.

Eine kleine Bilderauswahl von der Jahreshauptversammlung und den Ehrungen:

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Sanitätsdienst: Jazzwoche Burghausen

Im Burghauser Veranstaltungskalender ist sie seit Jahrzehnten eine Institution: Die Jazzwoche. Internationale Größen treten dabei ebenso auf wie aufstrebende, junge Künstler. Die gesamte Jazzwoche wird von den ehrenamtlichen Helfern der BRK Bereitschaft Burghausen betreut, sollte es doch einmal zu einer plötzlichen Erkrankung kommen. Immerhin sind die Veranstaltungen meist ausverkauft. Auch 2016 waren die Burghauser Rotkreuzler mit ihren Fahrzeugen und bis zu vier Helfern vor Ort, zu größeren Vorkommnissen kam es zum Glück nicht.

Hier einige Bilder von den Sanitätsdiensten bei der Jazzwoche 2016:

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Übungsabend: Reanimation

Im Sanitätsdienst-Alltag der Bereitschaft Burghausen kommt es zum Glück nur selten zu Reanimationen, im Schnitt etwas seltener als einmal pro Jahr. Tritt aber bei einem Patienten tatsächlich ein Herz-Kreislauf-Stillstand ein, ist schnelles und umsichtiges Handeln durch die Helfer gefragt. Bis der Notarzt eintrifft, muss der Patient fachgerecht reanimiert werden, um einen Sauerstoffmangel im Gehirn und damit bleibende Schäden zu verhindert. Außerdem kann durch eine Früh-Defibrillation mit den Geräten, die die Bereitschaft auf jedem Dienst mitführt, bei Kammerflimmern durch einen Stromstoß der Herzschlag in bestimmten Fällen wieder in den richtigen Rhythmus gebracht werden.

Damit im Notfall jeder Handgriff sitzt, wird die leitliniengerechte Reanimation von alle Helfern regelmäßig geübt, einmal pro Jahr gibt es außerdem die sogenannte Rezertifizierung für die Früh-Defibrillation, so auch beim letzten Übungsabend im BRK-Heim. Hier einige Eindrücke:

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Mitglieder der Allgemeinbevölkerung üben die Reanimation in Deutschland oft nur einmal im Leben: Beim Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein. Im Notfall herrscht dann meist große Unsicherheit. Deshalb empfiehlt das BRK, Kenntnisse in Erster Hilfe oder Lebensrettenden Sofortmaßnahmen regelmäßig aufzufrischen, damit man in solchen Fällen zum Lebensretter werden kann.

SEG-Einsatz: Bombenentschärfung in Mühldorf

Am Dienstag, 17.2., wurde die Burghauser Schnelleinsatzgruppe (SEG) um 16:17 Uhr zu einem Einsatz in Mühldorf alarmiert. Bei Bauarbeiten in der Nähe des Bahnhofs war dort eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Sofort besetzten freiwillige Helfer der BRK Bereitschaft Burghausen den KTW und fuhren zu dritt zum vorgegebenen Bereitstellungsplatz bei der Tierzuchthalle Mühldorf, wo erst einmal auf die erste Einschätzung des Sprengkommandos aus München gewartet wurde.

Schnell war klar, dass die Bombe vor Ort entschärft werden musste, was eine Evakuierung aller Bewohner der Gebäude in 300m Umkreis um den Fundort nötig machte. Ab 19:40 wurde evakuiert. Dabei unterstützte das BRK Burghausen die Kollegen aus dem Landkreis Mühldorf beim Transport hilfsbedürftiger Anwohner, die Einsatzleitung lag bei der Örtlichen Einsatzleitung des Landkreises Mühldorf. Die evakuierten Personen wurden in umliegenden Turnhallen untergebracht und dort von Helfern des Betreuungsdienstes versorgt. Während der eigentlichen Entschärfung hielten sich auch die freiwilligen Helfer nicht im Gefahrenbereich auf, sondern warteten in den Räumlichkeiten des THW ab, das sie währenddessen auch versorgte.

Kurz nach 21 Uhr war die Bombe erfolgreich entschärft, die Helfer brachten dann die evakuierten Bewohner in ihre Häuser zurück. Insgesamt waren 1600 bis 1700 Anwohner von der Evakuierung betroffen, niemand wurde verletzt. Gegen Mitternacht war dann auch die Burghauser SEG zurück an der Rettungswache.

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